Arbeit
Nachdem ich einmal eine Ausbildung zum Tischler in
den Märkischen Büromöbelwerken Trebbin
gemacht habe (mit Spezialisierung Betriebs- und Rationalisierungsmittelbau)
bin ich 1981 nach Rostock gegangen, um mal etwas anderes
kennen zu lernen.
Begonnen habe ich als Hilfspfleger mit einer Art diakonischem
Jahr im Michaelshof auf Gruppe XII.
Vom September 1983 bis September 1987 habe ich eine
Ausbildung als Heilerziehungspfleger mit Fachschulniveau
im Michaelshof abgeschlossen. Der Michaelshof war eine
der wenigen Einrichtungen in der DDR in der diese Ausbildung
angeboten wurde. Der Abschluss war nicht staatlich anerkannt,
weil es keine staatliche Ausbildung zum Heilerzieher
gab. Innerhalb dieser Ausbildung musste man eine staatlich
anerkannte Ausbildung zum Facharbeiter für Krankenpflege
in der Betriebsakademie machen. Meine Bewerbung dazu
habe ich später in meiner
Stasiakte wiedergefunden. Das
erste und einzige mal, dass ich eine Ausbildung mit
"sehr gut" abgeschlossen habe.
Nach der scheiß Armeezeit hate ich die Wahl,
ob ich eine Wohngruppe mit älteren Männern
leiten wollte oder den Bereich der "Förderung"
mit ausbauen wollte. Ich habe mich für letzteres
entschieden und Tischlerei und Heileruiehungspflege
miteinander verbunden. Einigen Bewohnern habe ich stundenweise
versucht Arbeit näher zu bringen.
Als dann 1989 die Wende kam, habe ich eine Konzeption
geschrieben, wie man im Michaelshof eine Werkstatt für
behinderte Menschen betreiben kann. Da es keinen gab,
der eine bessere geschrieben hat wurde ich erst komisarischer
Leiter und mit der vorläufigen Anerkennung der
Werkstatt durch die Bundesanstalt für Arbeit richtiger
Leiter der Werkstatt.
Seitdem ist der Werkstattbereich stetig gewachsen.
Zur Zeit arbeiten über 400 behinderte Menschen
in den Werkstätten an 2 Standorten.
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Das Werkstattgebäude
im Michaelshof |
Die Kröpeliner Werkstätten |
Da die Werkstatt über gute Mitarbeiter verfügt,
kann ich mich auch der fachlichen Vereins- und Verbandsarbeit
widmen.
Als Delegierter des Landes Mecklenburg-Vorpommern vertrete
ich die Landesintressen in der Bundesarbeitsgemeinschaft
der Werkstätten für behindert Menschen (
BAG:WfbM)
In der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten
für behinderte Menschen in Mecklenburg-Vorpommern
e.V. (
LAG WfbM
M-v e.V.) bin ich Vorstandsvorsitzender.
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