OPK "Baum"
Meine Stasiakte: OPK "Baum"
Am 19.08.1992 stellte ich in Rostock einen Antrag auf
Einsichtnahme und Herausgabe von Kopien von Akten der
Staatssicherheit zu meiner Person.
Hauptgrund war, dass ich dem Michaelshof
als meinem Arbeitgeber am 15.10.1991 die Kenntnis über
eine "Überprüfung hinsichtlich etwaiger
Mitarbeit beim früheren Staatssicherheitsdienst"
bestätigen musste. Da also sowieso meine Akten
überprüft wurden, wollte ich wissen, was denn
dort zu lesen stand.
Ich hatte gehofft, dass es über mich
eine Akte gab, weil ich als Kind im Landesjugendkonvent
Berlin/Brandenburg war, an Rüstzeiten mit dem Oekumenischen
Jugenddienst teilgenommen habe, nicht wählen gegangen
bin, aktiv im Rostocker Umwelschutz aufgetreten bin
und letztendlich Bausoldat war.
Über die Umwelschutzzeit in Rostock
wurde über mich eine Akte mit Rahmen der Operative
Personen Kontrolle
mit dem Namen "Baum" angelegt. Zwischen 1984
und 1987 wurden über 300 Seiten über mich
zusammengetragen. Einen Auszug daraus kann hier nachgelesen
werden.
Alle Benachteiligungen oder Schikanen
von staatlichen Stellen in der DDR- Zeit, sind im nachhinein
positiv ausgegangen. Dadurch hatte und habe ich keinen
Groll gegen "meine" Stasispitzel.
Ganz
rechts (mit langen Haaren) sitze ich bei einem Treffen
von Umweltschutzgruppen der DDR im kirchlichen Forschungszentrum
Wittenberg 1983
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